Bundesbildungsministerin gegen pauschale Maskenpflicht


Foto: Corona-Hinweis an einer Schule, über dts Nachrichtenagentur

Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) hat sich gegen eine pauschale Maskenpflicht ausgesprochen. Die Situation in den einzelnen Bundesländern sei sehr unterschiedlich, sagte sie den Sendern RTL und ntv.

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“Da die Situation unterschiedlich ist, muss sie auch unterschiedlich gehandhabt werden.” Eine Maskenpflicht sei dann geboten, wenn Präsenzunterricht gefährdet ist. Sonst gelte aber, so viel Normalität wie möglich zu gewährleisten. “Das sind wir unseren Kindern und Jugendlichen schuldig”, so Stark-Watzinger.

Die Bundesbildungsministerin forderte die Länder auf, sich bei Bedarf selbst Anhaltspunkte und Kriterien für den Einsatz von Masken zu geben. Nordrhein-Westfalens Schulministerin Dorothee Feller (CDU) will unterdessen eine generelle Maskenpflicht in den Schulen nicht ausschließen und von den Möglichkeiten des bundesweiten Infektionsschutzgesetzes abhängig machen. “Wenn dort eine Maskenpflicht möglich ist, werden wir hier zusammen mit dem Gesundheitsministerium überlegen, ob wir das auch für die Schulen in NRW vorsehen”, so Feller bei RTL und ntv. Bislang könne man wegen der Bundesgesetzgebung nur eine Empfehlung zum Maskentragen aussprechen.

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Die Ministerin forderte die Lehrkräfte dazu auf, dabei mitzuhelfen. Sie erwarte von Lehrern, dass sie das im Unterricht thematisieren und die Schüler darin bestärken, eine Maske zu tragen. Derzeit erfordere die Corona-Lage keine schärferen Maßnahmen, sagte Feller. “Entscheidend ist aber, wenn es im Herbst zu größeren Infektionszahlen kommt, dass wir da alle Möglichkeiten haben.”