NATO soll Krisen-Einsatzpläne aktiviert haben


Foto: Getarnter Soldat, über dts Nachrichtenagentur

Nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine reagiert nun die NATO. Wie “Business Insider” unter Berufung auf NATO-Kreise berichtet, hat Oberbefehlshaber Tod D. Wolters sämtliche Krisen-Einsatzpläne der NATO (“Graduated Response Plans”) aktiviert. Damit soll die gesamte NATO in besondere Krisenbereitschaft versetzt worden sein – so, als sei sie selbst angegriffen worden.

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Zudem hat das Militärbündnis offenbar mit Verlegungsplänen von bis zu 49.000 Soldaten begonnen. 20.000 von ihnen sind eine schnelle Eingreiftruppe, die innerhalb von 5 Tagen in einem Krisengebiet sein können – inklusive mehr als 60 Panzern, ebenso vielen Kampfflugzeugen und dutzenden Marineeinheiten. Die restlichen knapp 29.000 Soldaten werden “Immediate Follow on Forces” genannt, von denen ein Teil nach sieben Tagen vor Ort sein soll, der Rest nach 30 Tagen. Wie viele der Soldaten am Ende wirklich verlegt werden, ist laut “Business Insider” nach noch nicht entschieden.

Vor allem General Wolters soll aber darauf dringen, die NATO-Außengrenzen weiter zu stärken. So könnten mehr NATO-Truppen beispielsweise nach Rumänien verlegt werden. Fest steht: Die NATO wird die Ukraine weder verteidigen, noch dort direkte militärische Unterstützung leisten. Über die nächsten Schritte beraten nun Vertreter der 30 NATO-Staaten am Dienstagnachmittag in Brüssel.

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Sie kommen zu einem Sondertreffen mit Vertretern der Ukraine zusammen. Im Anschluss an die Sitzung der sogenannten NATO-Ukraine-Kommission soll es gegen 17 Uhr eine Pressekonferenz mit Generalsekretär Jens Stoltenberg geben, wie das Militärbündnis am Mittag mitteilte.