Im Jahr 2035: Die Schaltsekunde wird abgeschafft – was ist das überhaupt?

Die Schaltsekunde soll im Jahr 2035 abgeschafft werden. So die Entscheidung der Internationalen Generalkonferenz für Maß und Gewicht (CGPM) im französischen Versailles.

Doch was ist die Schaltsekunde?

Der Begriff „Schaltjahr“ ist jedem bekannt. Das normale Jahr hat 365 Tage – aber alle vier Jahre wird der 29. Februar in den Kalender eingeschoben. Das ist ein Schaltjahr mit insgesamt 366 Tagen. Die Erde braucht nicht genau 365 Tage, um einmal um die Sonne zu wandern, sondern ungefähr einen Vierteltag mehr. Dieser Vierteltag wird alle vier Jahre zu einem 29. Februar aufaddiert.

Bei der Schaltsekunde ist dies ähnlich. Ein Tag ist so lang, wie die Erde benötigt, um sich einmal um die eigene Achse zu drehen. Die sind genau 24 Stunden oder 86.400 Sekunden – plus einen Wimpernschlag. Dies ist die Schaltsekunde, die vorrangig am 31. Dezember oder 30. Juni, nachrangig am 31. März oder 30. September eingefügt wird. Zuletzt am 31. Dezember 2016. Eingeführt wurde sie 1972.

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Allerdings beobachtet man seit 2020, dass sich die Erdrotation beschleunigt hat und daher wird die Schaltsekunde nicht mehr benötigt. Eine Negativ-Sekunde gibt es bislang nicht.